Urlaub am Königssee Oktober 2008
  


Ein erster Ausflug führte uns nach Gmünd in Kärnten. Es liegt nahe der Tauernautobahn, die im Bild als Brücke noch zu erkennen ist und bezieht seinen Namen von der Mündung der Malta in die Liesel.
 
Obwohl nur 2600 Einwohner, besitzt Gmünd eine sehenswerte Altstadt.

Die Firma Porsche hatte kurz vor Ende des 2. Weltkrieges seine Produktions- stätten hierher verlegt, nachdem in Deutschland die Gefährdung zu groß geworden war.

Gmünd ist Ausgangspunkt für die Einfahrt in das Maltatal. In den 70er Jahren hat man dieses am oberen Ende mit einem kleinen Staudamm versehen, dem Maltataldamm: 600 m lang und etwa 200 m hoch. Das Innere der  Staumauer ist begehbar. Da wir nun ziemlich gegen Ende der Saison da waren, bestand die Führung nur aus drei Personen: Der Staumauer-Führer und wir beide.. So sind wir etwa eine Stunde durch den Beton getigert und einiges über das Aufstauen von Gewässern gelernt. Sollte nun in Spiesen nochmals die Regen- rückhaltetechnik versagen und uns Wasser in den Keller laufen: Seid vorsichtig, der Schmuff weiß nun, wie man aus dem Neubaugebiet Schmal- wiese einen geilen Stausee macht und so die tiefer gelegenen Gebiete wirksam vor Überschwemmungen schützt.

Wenn die Wassermassen hinter der Kölnbreinsperre voll aufgestaut sind, liegt die Wasseroberfläche in einer Höhe von etwas 1900 Metern.
 
Ruderer nutzen den Stausee zum Höhentraining als Vorbereitung auf Wettkämpfe.

Natürlich ist die Großglockner-Hochalpenstraße bei geeignetem Wetter immer ein lohnendes Ziel. Von der Kaiser-Franz-Josefs-Hähe führt der Gamsgrubenweg oberhalb des Gletschers weiter in die Berge. Da die Abhänge zum Teil sehr steil sind, wurden für den Wanderweg einige Tunnel in den Fels gehauen.

Das ist ein Bild unserer ersten großen Wanderung. Sie erstreckt sich über eine Länge von 10 km. Los ging‘s am frühen Morgen, als im Tal noch der Morgennebel lag. Zuerst geht's relativ eben und lässt Hoffnung auf einen leichten Wandertag aufkommen. Nur zum Schluss gibt's dann einen "kleinen" Schuss von der Gotzentalalm von ca. 1050 m Höhe auf den Aussichtspunkt Feuerpalven auf 1750 m Höhe.

Real sind das 700 m Höhengewinn, gefühlt 1400 m Bergauftortur, für meine Oberschenkel und meine Sauerstoff- versorgungsorgane wesentlich mehr. Entschädigt wird man am Schluss von einer grandiosen Aussicht auf den Königssee und St. Bartholomä.
 
10 km hin haben die unangenehme Eigenart, dass sie auch wieder 10 km zurück bedeuten. Und die letzte Talfahrt der Jennerbahn droht. Also nicht nur gegen den Berg laufen, nicht nur gegen Hunger, gegen den Durst, nein auch ein Rückmarsch gegen die Uhr, aber auch gegen unangenehme Bemerkungen meiner Frau wegen meiner Kondition. Das hab ich nicht verdient. Wenn die einen so schweren Foto mit sich herumtragen würde, würde sie auch so schnaufen müssen ...


Oberhalb von St.Bartholomä kann man vom Feurpalven die Eiskaplle erkennen, die ebenfalls noch auf unserem Tourenkalender stand.

Tags drauf ließen wir es gemütlich angehen. Die Runde um Kloster Höglwörth verläuft praktisch ebenerdig.

Nachdem man mir beim letzten Besuch den Fotoapparat aus der Fototasche zurück in die Ferienwohnung gehext hatte, wollte ich es diesmal genau wissen. Wieder zog uns die Magie des Zauberwaldes bei Ramsau an, aber es gab keine besonderen Vorkommnisse. Der Apparat blieb bei mir.

Heute waren wir am Königssee zur Eiskapelle gepilgert. Das ist in einer geschützten Nische ein kleiner Ganzjahres-Gletscher mit einem Gletschertor von ca. 6 m Höhe. Es juckt schon, dort auch einzutreten, aber aus Sicherheits- gründen lässt man das besser. Jedenfalls ist es dort eisig kalt, auch wenn wir stellenweise hier unten Kaiserwetter mit kurzärmeliger Kleidung haben, dort oben ist das naturgemäß etwas frischer.
An diesem Eistor ist uns auch ein Neuner-Rudel Gämsen über den Weg gelaufen. Gämsen schreibt sich seit der Rechtschreibereform nicht mehr mit "e", sondern mit "ä", gäll? Die Gämsen jedenfalls machen sich da nichts draus, auch nichts aus uns und sind so etwa 50m nah rangekommen.

St. Bartholomä mit seiner berühmten Kapelle im besten Licht. Ganz links erkennt man unter den goldbraunen Herbstbäumen den Biergarten, dessen Anziehungskraft an dieser Stelle auch nicht verachtenswert ist. Insbesondere die Stelle in der Speisekarte, die mit "Gebräunter Leberkäs" beginnt, hat seinen besonderen Reiz. Natürlich kann man auch die Kapelle besichtigen, man kann sogar darin heiraten

Die Wallfahrtskirche Maria Gern liegt etwas abseits der Durchgangsstraßen. Aber gerade das macht ihre Lage vor dem Waltzmann um so idyllischer.

Rückzugsort 1: Auch wenn Salzburg auf eine lange traditionsreiche Geschichte mit vielen schönen Gebäuden in der herrlichen Altstadt zurückblicken kann: Es bleibt eine Großstadt und zwingt manchen Bewohner zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Als Rückzugsort vom Stadttrubel hat sich dieser Salzburger eine kleine Oase hoch über den Dächern geschaffen, die sich jetzt im Herbst in den passenden Farben vom Einheitsgrau der Dacheindeckungen abhebt.

Rückzugsort 2: Auch der Garten vom Schloss Mirabell hat seine Herbstfarben aufgelegt und präsentiert sich in interessanten Rottönen.

Rückzugsort 3: Jetzt im Oktober sind die Schlossgärten von Hellbrunn nicht mehr so von Touristen überlaufen. So kann man entspannt die warmen Strahlen der Nachmittagssonne genießen und noch einmal Energie auftanken.

Wenn man auf der Jennerbahn an der Mittelstation aussteigt, kann man hoch über dem Ostufer des Königssee bis zur Königsbachalm wandern. Unterwegs hat man eine tolle Sicht auf den Watzmann und das Watzmannhaus, das an diesem Morgen schon leicht angeschneit hinter den aufsteigenden Nebelschwaden zu erkennen war.

Hinter der bewirtschafteten Königbachalm, die zu einem Rast einlädt, beginnt der Abstieg über den Reitsteig zum Königssee.

Der Herbstwind hat die braunen Blätter recht zahlreich in den See verweht. Der Reitsteig endet am Ufer an der Haltestelle Kessel. Diese wird nicht regelmäßig von den Elektrobooten angefahren, so dass man dort noch eine Zeit verweilen kann. Will man seine Tour fortsetzen, kann man ein Signal setzen und das nächsten vorbeikommende Boot nimmt den Wanderer auf.

Die Schlafende Hexe bei Nacht. Diese Felsen markieren das östliche Ende des Lattenbebirges.