Urlaub am Königssee April / Mai 2008
  


Unser erster Tag galt dem See der Seen. Bei der Überfahrt über den Königssee nach St. Bartholomä passiert man den Archenkopf, der kleinere Huwwel in der rechten im Bildhälfte. Den wollten wir am nächsten Tag besteigen. Das „Bergchen” sieht von unten unscheinbar aus, macht aber von der Wasseroberfläche bis nach oben mehr als 700 Meter Höhenunterschied. Allerdings wollten wir ja auch nicht von dieser Seite dort hinauf, sondern von der Rückseite, die ungleich flacher ansteigt.

Von der hintersten Schiffsanlegestelle, der Saletalm, kann man weiter zum Obersee gelangen, der fast noch idyllischer liegt als der Königssee selber. An seiner Südseite befindet sich die Fischunkelalm, die man im Bild erkennen kann. Der Weg für den nicht-alpinen Wanderer endet aber erst ganz hinten im Talkessel, wo dann die Felswände fast senkrecht aufsteigen. Auch dort führen dann zwar auch noch Steige hinauf, die allerdings dem erfahrenen Bergsteiger vorbehalten sind.

Die Berge sind in den Gipfellagen noch beschneit (wie neben der Watzmann mit dem Watzmannhaus), allerdings taute es bei dem Sonnenwetter gehörig. Das löst gelegentlich eine Schneelawine aus. Keine solchen, wie man sie aus den Horrormeldungen des Fernsehens kennt, eher ganz, ganz kleine Lawinchen. Die machen aber beim Niedergehen aus der Entfernung bereits einen Lärm als würde es gewittern. Erst wussten wir nicht recht was geschah, ein Donnern mitten im schönsten Wetter, bis wir dann beim genauen Beobachten den Schneeniedergang sahen.

Von Ramsau aus führt der Weg zum Archenkopf unterhalb des kleinen Watzmanns und des Watzmannhauses über eine Länge von ca. 10 km hinauf zur Kührointalm, bevor man sich in Richtung Steilabhang am Königssee macht. Von der Archenkanzel, dem bekannten Aussichtspunkt, hat man einen wunderbaren Blick über den hinteren Königssee. Man erkennt in der Bildmitte die berühmte Kapelle um St. Bartholomä und ganz hinten, dort wo der flache Wasserstand die grünliche Wasserfärbung verursacht, die Anlegestelle bei der Saletalm. Der Obersee liegt dann noch weiter links um die Ecke.

An diesen Bildern gemessen sind die 740 Meter, die man an der Archenkanzel über dem Wasser des Königssees steht, glaubhafter als von unten gesehen. Die Fotos erinnern eher an eine Luftaufnahme.
 
Tags drauf war Wundenlecken angesagt: Obwohl ich doch wesentlich mehr Luft beim Aufstieg verpulvert hatte
als Karen, verspürte ich keinen Muskelkater. Aber mit aufgesetzten Sonnebrillen hatte uns beiden gemeinsam die Bergsonne ein Muster ins Gesicht gebrannt. Unser Aussehen erinnert jetzt an einen rotstichigen Pandabären auf Negativfilm.

Regenwolken ziehen über Bad Reichenhall. Vom Karlstein bietet sich dieser Blick über die Stadt in Richtung Salzburg. Die Straße unten führt von Bad Reichenhall an den Thumsee. Der Berg rechts im Bild ist der Untersberg. Eine der vielen Mythen besagt, dass Karl der Große darin schläft. Alle 100 Jahre erwacht er, aber solange die Raben um den Berg fliegen, verfällt er ein weiteres Jahrhundert in tiefen Schlaf. 

Mittwochs waren wir in Ramsau. Das wohl bekannteste Bild fehlte mir noch in meiner Sammlung. Und jetzt hab' ich's..
 
Dann ging es weiter zum Zauberwald. Der ist wirklich gut, denn als ich die ersten Fotos aufnehmen wollte, fasse in die Fototasche und meine Hand greift ins Leere – wusch – meine Kamera war weggezaubert. In die Ferienwohnung neben den Fernseher. Das Bild, wie sie dort liegen würde, konnte ich mir wiederum sehr gut vorstellen, da ich sie selber noch am Abend zuvor dort vorüber
gehend abgelegt hatte. Nur ganz kurz. Und nur temporär. Sie kommt ja immer in die Fototasche zurück. Nicht dass ich sie ganz lapidar dort vergessen hätte, wie meine Frau dann behauptete, nee, ich nicht. Ein Zauberwald eben ...
 
   
Nach Rückfahrt zur Wohnung und Wiedereinlauf im magischen Gehölz: Das sieht dort wirklich aus wie im Zeichentrickfilm. Man meint wirklich, jeden Moment könnte hinter den moosbewucherten Steinen und Bäumen irgendwelche Trolle oder Elfen hervorspringen und ein disneystimmiges Lied trällern.




Ein Tagesausklang am Königssee. Am Malerwinkel hat man einen schönen Blick über den See bis nach St. Bartholomä. Bei schönem Wetter kann man in der Abendsonne auf den Bänken sitzend die Ruhe genießen. Trotz des touristischen Schiffverkehrs, denn die Ausflugsboote auf dem Königsee haben einen geräuschlosen elektrischen Antrieb und wenn sie dann anhalten und der Trompter das berühmte Echo erklingen lässt, hört man das am Malerwinkel auch noch.

Klamme gibt es im Berchtesgadener und Salzburger Land in Massen, die meisten haben wir schon kennenlernen dürfen, deswegen haben wir uns dieses Jahr nur eine einzige gegönnt: Die Lammerklamm. Sie ist vielleicht weniger spektakulär, aber trotzdem sind diese Wasserläufe immer wieder ein Erlebnis.
Hier am Schwarzenbach standen in früherer Zeit mehrere Mühlen, die sich die Bauern damals teilten. Heute führt der Mühlenrundweg an diesen Stätten vorbei, eine Mühle ist wieder hergerichtet, so dass man einen Eindruck vom damaligen Schaffen der Bewohner machen kann. Auch an heißen Tagen sind die Wanderungen durch das kalte herabströmende Bergwasser eine erfrischende Angelegen- heit.

Der Gollinger Wasserfall.

Die Kuppel über der Vierung des Salzburger Doms. Da ich im Urlaub nicht immer das Stativ mit mir herumschleppe, musste ich diese Aufnahme freihand machen. Bis ich dann genau die Mitte gefunden hatte, die Kamera gut ausgerichtet und wegen der Verwacklungsgefahr mehrere Bilder im Kasten waren, so vergingen mehrere Minuten. Und das mit Blick- und Fotografierrichtung senkrecht nach oben. Meine Frau musste mir danach wegen der ungewohnten Kopfhaltung fast wieder mit Gewalt den Kopf nach waagerecht ausrichten, weil sich die Muskulatur "fest gefressen hatte".

Am alten Friedhof  befinden sich in dem steinernen Hängen des Festungsberges die Katakomben, Sie sind antiken frühchristlichen Usprungs.

Blick vom Mönchsberg auf Salzburg. Von der Festung Hohensalzburg überragt, erkennt man ganz rechts das Festspielhaus, in der Mitte unterhalb der vielen Kirchen den Markt auf dem Universitätsplatz, ganz links die dunkle schmale Straße ist die berühmte Getreidegasse. Links oben im Bild sieht man den 1288 Meter hohen Gaisberg.

Vom Gaisberg aus hat man einen schönen Überblick über die Stadt Salzburg und die angrenzenden Gebiete um Bad Reichenhall und Freilassing. Drachenflieger nutzen den Berg als Startrampe für ihren Gleitflug ins Tal.

In der Teleperspektive vom Gaisberg aus wirkt die Festung Hohensalzburg, als stünde sie nicht mitten in der Stadt, sondern im Wald.

Die Nockalmstraße war erst kurz zuvor für den Verkehr freigegeben worden. Die Straße musste an manchen Passagen mit der Schneefräse befahrbar gemacht werden.

Mühle im Salzburger Freilichtmuseum bei Großgmain.

Während ich mit Stativ und Kamera auf Motivjagd war, vertrieb sich meine Frau mit Lesen die Zeit in idyllischer Umgebung.

Die Schuhmacher-Werkstatt im Freilichtmuseum. Sehr große Kontraste und Helligkeitsverteilungen im Bild stellen hohe Anforderungen an den Fotografen.

Auch auf dem Schafberg waren noch nicht alle Bereiche frei zugänglich wegen des diesjährigen sehr langen Winters in den Bergen. Am Schafbergbahnhof standen die Schneewände immer noch über 2 Meter hoch.

Himmelsimpression am Schafberg

Am Kitzsteinhorn, immerhin über 3000 Meter hoch, war der Wintersport noch voll im Gange. Trotz Schnee und winterlichem Aussehen war es schon wunderbar warm.

Auch die Großglocknerstraße wurde in diesem Jahr erst sehr spät geöffnet, da der Schnee einfach nicht abtauen wollte. Hier sieht man das Fuscher Törl von der Edelweißspitze herunter fotografiert.

An manchen Passagen ist man froh, wenn man sie mit dem Auto durch ist. Und wenn man die Meldung liest, dass die Straße zur Kaiser-Franz-Josefshöhe wegen Lawinengefahr immer noch nicht passierbar ist, ahnt man hier warum.

Am Hochtor

Der Dachstein. Rechts neben der Bergstation erkennt man den Skywalk, eine Rampe die frei über dem Steilabhang schwebt.

In diesen Skywalk ist eine Glasplatte eingelassen, so dass man das Gefühl hat, fast in der Luft über dem Abgrund zu fliegen. Bei unserem Besuch war die Scheibe komplett gesprungen und das Betreten durch Absperrgitter verwehrt. Und wenn jetzt jemand ein paar Bemerkungen über meine paar Kilo zuviel macht, dem sei gesagt: ICH war's nedd !!

Auf dem Dachstein befindet sich der Eispalast. Das sind in das Gletschereis gehauene Gänge, in denen Künstler Skulpturen aus Eis geschaffen haben.

Auf dem Weg von der Bergstation zur Seethalerhütte.

Die Seethalerhütte. Nein, das Schwarze links ist sie nicht. Das sind die Solarzellen der Wetterstation. Aber gleich rechts davon sieht man ein Ofenrohr aus dem Schnee ragen: DAS isse! Sie ist noch komplett unter dem Schnee verborgen.

Und so gelangt man dann in die Hütte: Im linken Bild sieht man den Eingang durch den Schneetunnel nach ein paar Metern vor sich. Dort gibt es dann auch ein paar warme Getränke, die man gerne annimmt. Rechts ist die Ansicht, wenn man wieder zurück ans Tageslicht kommt.

Impression in blau-weiß am Dachstein.

Hallstatt am gleichnamigen See. Das bekannte Salzbergwerk befindet sich weit über dem Ort in den Bergen.

Die Mammuthöhle hat wirklich die Dimensionen, die ihr Name vermuten lässt. Sie ist einer der drei bekanntesten Dachsteinhöhlen neben der Rieseneis- und der Koppenbrüllerhöhle

Blick aus unserer Ferienwohnung in Großgmain. Auch wenn wir mit dem Wetter in diesem Jahr Glück hatten, abends wälzten sich doch manchmal einige bedrohlich aussehende Wolken über den Hochstaufen herüber. Am nächsten Morgen jedoch gings in aller Regel wieder mit Sonnenschein weiter.